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Umgang mit Nacktbildern: Bundestag verschärft das Sexualstrafrecht

Das Sexualstrafrecht wird verschärft - so sollen Kinder und Jugendliche besser vor Missbrauch und Nacktaufnahmen geschützt werden. Der Bundestag hat nun das Gesetzespaket von Justizminister Maas beschlossen. Es fällt milder aus als geplant.

Berlin - Nach Einwänden von Experten und Rechtspolitikern hatte Justizminister Heiko Maas seine Pläne noch kurzfristig entschärft. Nun hat der Bundestag die Verschärfung des Sexualstrafrechts zum besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen beschlossen. Demnach macht sich künftig unter anderem strafbar, wer Jungen und Mädchen nackt ablichtet, um die Aufnahmen zu verkaufen oder tauschen.

Außerdem sollen Sexualstraftaten später als bislang verjähren. So soll die Verjährung von Sexualdelikten erst mit Vollendung des 30. Lebensjahres eines Opfers beginnen. Die Taten können damit künftig bis vor Vollendung des 50. Lebensjahres verfolgt werden. Opfer seien oft traumatisiert und benötigten Zeit, um das Geschehene zu verarbeiten, sagte Maas.

Auch der Schutz von Erwachsenen vor der unbefugten Verbreitung entwürdigender Bilder wird verstärkt. Auch "Cyber-Grooming" soll umfangreicher geahndet werden - so werden die Versuche eines Erwachsenen bezeichnet, unter falschen Angaben über das Internet Kontakt zu Kindern aufzunehmen, um sie zu sexuellen Handlungen zu bewegen.

Ursprünglich hatte der SPD-Politiker eine weiterreichende Regelung geplant. Zuvor wäre es zum Beispiel auch strafbar gewesen, wenn Eltern im Sommer von einer nackten Kinderschar in einem Planschbecken Fotos machen. Auch die Verbreitung von Nacktbildern solle nun nicht mehr generell geahndet werden. Der Entwurf wurde also laut einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" abgeschwächt, um nicht auch "sozial übliches und alltägliches Verhalten" wie das Fotografieren von nackten Kindern im Strandurlaub unter Strafe zu stellen.

Mit der Gesetzesreform zieht der Bundestag Konsequenzen aus der Affäre um den SPD-Politiker Sebastian Edathy. Der Bundestagsabgeordnete hatte Nacktbilder von Jungen in Kanada gekauft, eine Strafbarkeit im Sinne von Kinderpornografie jedoch bestritten.

Quelle: Spiegel

 

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