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Gewaltpraevention Bundesverband

Bundesverband Gewaltprävention

“Selbstbewusst & Stark e.V.

für Schulen, Kitas, Jugendeinrichtungen, Bildungseinrichtungen,
Vereine, Jugendfreizeiten, Kinder-und Jugendarbeit

Baby (12 Monate) nach Misshandlung im Sterben | Sozialarbeiterin sah die blauen Flecke

... und fuhr nach Hause

Hier im UKE wird der kleine Tayler behandelt. Die Ärzte haben die lebenserhaltenden Geräte bereits abgestellt, es gibt keine Hoffnung für den Jungen

Altona-Nord – Es ist schon wieder passiert!

Im Bezirk Altona hat es einen schweren Fall von Kindesmisshandlung gegeben. Der kleine Tayler (12 Monate) liegt im Sterben.

Am vergangenen Sonnabend wurde der Junge aus dem Stadtteil Altona-Nord nach einem Feuerwehr-Einsatz mit schweren Hämatomen und einem Krampfanfall ins UKE gebracht. Er hatte so schwere Hirnschäden, dass er sofort operiert werden musste und auf die Intensivstation kam.

Doch da war es wohl schon zu spät: Am Donnerstag wurden die lebenserhaltenden Maßnahmen eingestellt und die Geräte abgeschaltet.

Die Mutter des Jungen wurde durch den freien Träger „Rauhes Haus“ unterstützt, hat sozialpädagogische Hilfe bekommen.

Unfassbar: Einen Tag, bevor Tayler ins Krankenhaus gebracht wurde, hatte die zuständige Sozialarbeiterin das Kind besucht, blaue Flecken in seinem Gesicht gesehen und auch dokumentiert – aber die Beobachtungen nicht wie vorgeschrieben an den Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) oder das Kinderkompetenz-Zentrum gemeldet!

So hätte der Junge vielleicht noch rechtzeitig aus der instabilen Familie geholt werden können.

Tayler ist nicht zum ersten Mal im Krankenhaus. Im August brachte die Mutter das Kind nach BILD-Informationen ins Kinderkrankenhaus Altona. Weil die Verletzungen des Jungen so auffällig waren, wurde er sofort im Kinderkompetenz-Zentrum untersucht – dort wurde der Verdacht auf Kindeswohlgefährdung geäußert, Tayler wurde vom ASD in Obhut genommen. Im Oktober beschlossen die Sozialarbeiter, den Jungen zu seiner Mutter zurückzubringen – ein fataler Fehler.

Sie lebt nach Informationen nicht mit dem Vater des Jungen zusammen. Tayler hat noch einen Bruder (6 Jahre), der in einem Kinderschutzhaus untergebracht ist.

Carsten Rinio, Sprecher der Staatsanwaltschaft: „Wir ermitteln wegen Kindesmisshandlung. Es besteht der Verdacht eines Schütteltraumas.“

 Unter Verdacht: Michael Q. (26), der neue Freund der Mutter

Die Ermittlungen richten sich gegen die Mutter des Jungen und ihren neuen Lebensgefährten. Nach Informationen deuten erste Ermittlungen darauf hin, dass der Mann aus Schenefeld für die Misshandlungen verantwortlich ist.

Der Fall ist ein schwerer Schlag für Sozialsenatorin Melanie Leonhard (38, SPD), die erst seit gut zehn Wochen im Amt ist. Ihr Vorgänger Detlef Scheele (59, SPD) hatte alles dafür getan, um Vorfälle wie diesen zu verhindern.

Verhängnisvolle Gleichgültigkeit

Nach dem Tod von Yagmur († 3) am 18. Dezember 2013 war das komplette Jugendhilfesystem neu strukturiert und organisiert worden. Doch damals wie heute gilt: Es gab genug Vorschriften, alle Meldewege waren klar festgelegt.

Nur haben sich die zuständigen Sozialarbeiter nicht daran gehalten.

Was für eine Schande für unsere Stadt.

Am 2. Todestag der kleinen Yagmur (†3) wird eine weitere schreckliche Kindesmisshandlung bekannt. Und wieder unter Aufsicht der Behörden.

Die Tragödie des zwölf Monate alten Tayler hätte verhindert werden müssen. Doch der Notfallplan, den Experten über Jahre erstellt haben, wurde durch das Versagen einer Sozialarbeiterin außer Kraft gesetzt.

Tayler musste leiden, weil die Amtsperson, die ihn betreuen sollte, nicht Alarm schlug, obwohl sie die Misshandlungsspuren notierte. Fatale Gleichgültigkeit.

Die Erkenntnis: Hamburg kann seine Kinder nicht beschützen.

Das ist beschämend, das ist unmenschlich.

Anmerkungen Bundesverband Gewaltprävention:

Es gibt unzählige solcher Vorfälle bundesweit. Wann verstehen die Jugendämter endlich, dass der Schutz eines jeden Kindes über allem Vorrang hat und dass es kontinuierlich freie Träger in diesem Bereich zu kontrollieren hat, wenn Fälle „ausgesourced“ werden. „Außendienstler müssen viel besser geschult werden und jedem noch so geringen Verdacht auf Misshandlung nachgehen.

 

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